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Forum Maschinenbau: Zuliefermesse mit Rekordergebnissen
Branchentreff überzeugte Aussteller und Besucher
Das Forum Maschinenbau vom 5. bis 7. November 2008 gab auch mit seiner vierten Ausgabe eine überzeugende Vorstellung.
5.135 Fachbesucher informierten sich im Messezentrum über das Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsangebot von 372 Ausstellern. Damit konnte der Veranstalter die Ausstellerzahl im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent steigern, die Zahl der Besucher stieg während der von zwei auf drei Tage verlängerten Veranstaltung um fast 50 Prozent. Der 30-prozentige Zuwachs auf 13.000 m² Ausstellungsfläche rundet das überaus positive Ergebnis des Branchentreffs ab.
H. Meyer, Chef des Veranstalters Survey Marketing + Consulting, Bielefeld, nach Messeschluss fest. „Noch mehr freut uns aber, dass trotz der allgemein eher schlechten wirtschaftlichen Vorzeichen in den Messehallen gute Geschäfte gemacht wurden. So berichtete uns die große Mehrheit unserer Aussteller von positiven Messeergebnissen und bekundete bereits ihre Beteiligung im nächsten Jahr.“ Entsprechend zufrieden äußerten sich auch die Besucher, die vor allem die Vollständigkeit des Angebotes lobten. Denn das Forum Maschinenbau bildet die gesamte Bandbreite der Zulieferlandschaft für den Maschinenbau ab: von A wie Antriebstechnik bis Z wie Zerspanungstechnologie.
Produkte und Ideen werden verknüpft
Viele Teilnehmer zeigten sich darüber hinaus beeindruckt von dem speziellen Messekonzept: Limitierte Standgrößen mit standardisierten Präsentationsmodulen bei vorwiegend offen gehaltener Standarchitektur sorgen beim Forum Maschinenbau für eine sehr kommunikative Workshopatmosphäre. Das erleichtert die Erstkontakte deutlich. „Man ist hier im Handumdrehen im Fachgespräch“, bestätigt ein Besucher. „Auf dem Forum Maschinenbau werden in einzigartiger Weise Produkte und Ideen miteinander verknüpft.“ Von Ausstellerseite war zu hören, dass es durch die komprimierte Darstellung auf dem Forum Maschinenbau keine Streuverluste wie auf Großmessen gebe: „Hier finden auch die kleineren Unternehmen ihr Publikum.“Das hat sich offenbar herumgesprochen, denn das Forum Maschinenbau baut seine Bedeutung als Branchenplattform immer weiter aus. Nachdem in diesem Jahr bereits jeder fünfte Aussteller aus Süd- und Ostdeutschland kam, registrierten sich zur vierten Ausgabe der Zuliefermasse auch deutlich mehr Fachbesucher aus den weiter entfernten Maschinenbaustandorten Deutschlands und sogar aus dem benachbarten Ausland wie beispielsweise den Niederlanden und Belgien. Gleichzeitig halten die Aussteller aus Ostwestfalen-Lippe „ihrer“ Messe die Treue: „Die Region braucht das Forum Maschinenbau. Nicht nur als Plattform für Innovationen, sondern auch, um den Bekanntheitsgrad von OWL und seiner Unternehmen zu steigern.“ Eine Meinung, die auch der Vorstandssprecher des OWL Maschinenbau e.V., Dr.-Ing. Hans-Jürgen Wessel, auf der Eröffnungs-Pressekonferenz vertrat: „Ein starker Standort braucht ein starkes Forum.“ Hans Beckhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der Beckhoff Automation GmbH, Gütersloh, unterstrich die Bedeutung für die Region mit der Aussage, dass sein Unternehmen allein im Kreis Gütersloh soviel Umsatz generiere wie beispielsweise in ganz Skandinavien.
Personalbörse fand große Resonanz
Am 6. November folgten 80 Bewerber/-innen und rund 20 Unternehmen der Einladung zur Personalbörse ins Messezentrum Bad Salzuflen. Ziel war es, Kontakte zwischen qualifizierten Fachkräften mit Migrationshintergrund und den anwesenden Unternehmen zu knüpfen: In Ostwestfalen-Lippe leben zirka 440.000 Menschen, die selbst oder deren Familien in erster oder zweiter Generation aus anderen Nationen hinzugewandert sind. An den Hochschulen studieren zurzeit über 2.500 junge Akademiker aus dem Ausland. Dennoch ist die Arbeitslosigkeit bei Migranten doppelt so hoch wie bei der einheimischen Bevölkerung, obwohl viele Personen gerade im technischen Bereich fundierte berufliche Qualifikationen und Erfahrungen mitbringen. Zum Auftakt der Personalbörse gaben geladene Experten in Fachvorträgen wichtige Impulse und Hinweise für eine interkulturelle Personalentwicklung. Einig waren sich alle, dass Fachkräfte mit Migrationshintergrund eine strategische Personalressource für Unternehmen bieten. Bei einem Mittagsimbiss hatten Unternehmer und Bewerber/-innen dann Zeit, sich informell kennen zu lernen, danach bestand bis in den frühen Abend hinein Gelegenheit zu Einzelgesprächen. Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung vom Europäischen Sozialfonds und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.„EnergieArena“ mit wachsender Bedeutung
Als Fair-in-Fair präsentierte sich in diesem Jahr zum zweiten Mal die „EnergieArena“ innerhalb des Forums Maschinenbau. Steigende Energiepreise und ein verändertes Bewusstsein für die ökologische Verantwortung der Unternehmer lassen eine neue Ressource kontinuierlich an Bedeutung gewinnen: Energieeffizienz wird für Industrie und Gewerbe mehr und mehr zum Thema. Das war auch die Quintessenz des sechsten Energieforums Ostwestfalen-Lippe, das in diesem Jahr erstmals als Europäischer Kongress im Rahmen der „EnergieArena“ stattfand.Die Botschaft des hochkarätig besetzten Podiums an die heimische Wirtschaft lautete: Energieeffizienz bringt Einsparungen bei der Produktion, erhöht die Marktfähigkeit der eigenen Produkte und kann sogar zur Erschließung neuer Märkte führen. Diese Chancen dürfe sich insbesondere der Maschinenbau nicht entgehen lassen. Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) forderte gar, „innerbetriebliche Energiemanager“ auszubilden oder einzustellen.
Politische Unterstützung kam bei diesem Thema aus Brüssel: Mechtild Rothe, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Energieexpertin der SPD, wies darauf hin, dass die EU nicht nur erneuerbare Energien fördere und bis 2020 den CO2-Ausstoß deutlich senken wolle. Auch die Energieeffizienz von Geräten, Gebäuden und Produktionsprozessen solle bis dahin um 20 Prozent gesteigert werden.
Klaus Meyer, Geschäftsführender Vorstand des Vereins Energie Impuls OWL, forderte, es müsse beim Thema Energieeffizienz nicht nur in innovative Maschinen, sondern auch in Köpfe investiert werden. Er warb für verstärkten Know-how-Transfer und die Bildung von Netzwerken. An dieser Stelle ging das Energieforum selbst mit gutem Beispiel voran: Nach der Podiumsveranstaltung gab es am zweiten Tag zwölf Workshops aus der Praxis für die Praxis. Die Themenpalette reichte von der Mitarbeiterkompetenz über Investitionsstrategien bis zum internationalen Vertrieb energieeffizienter Antriebstechnik.
Die „EnergieArena“ wird auch im nächsten Jahr Bestandteil des Forums Maschinenbau sein, das unter dem Kürzel „FMB – Zuliefermesse Maschinenbau“ vom 4. bis 6. November 2009 wieder im Messezentrum Bad Salzuflen stattfindet.
