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Forum Maschinenbau mit neuem Ausstellerrekord: Mit Personalbörse gegen den Fachkräftemangel

Mit deutlich mehr als 360 Ausstellern startet am 5. November 2008 das Forum Maschinenbau in Bad Salzuflen. Die vierte Auflage der Zuliefermesse bestätigt mit diesem Ergebnis ihre bisherige positive Entwicklung mehr als eindrucksvoll: Die Steigerung beträgt nach 306 Ausstellern im letzten Jahr gut 20 Prozent. Sogar um 30 Prozent, nämlich von 10.000 auf 13.000m², legte zu Ausstellungsfläche zu. Bis zum 7. November erwartet der Veranstalter 5.000 Fachbesucher.

Wegen der regen Nachfrage musste die Ausstellungsfläche mehr als einmal vergrößert werden. Schlussendlich blieb nur noch das „Hineinwachsen“ in die Zwischenebene der Halle 21. „Alle unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, kommentiert Arian Kiesling, Vertriebschef des Veranstalters Survey Marketing + Consulting GmbH & Co. KG aus Bielefeld. „Schließlich war 2008 auch für den Maschinen- und Anlagenbau bisher kein einfaches Jahr.“ Jetzt erst recht, dachten sich wohl viele Aussteller. Denn wo sonst kann man in schwieriger werdenden Zeiten die besten Kontakte knüpfen, wenn nicht auf einer Messe. Und gerade auf dem Forum Maschinenbau mit seinem besonderen Workshopkonzept steht die Kommunikation zwischen Ausstellern und Besuchern klar im Fokus.

Besonders erfreulich sieht Kiesling die Entwicklung, dass immer mehr Aussteller jenseits der regionalen Grenzen von Ostwestfalen-Lippe beheimatet sind. „Der Anteil von Ausstellern aus den östlichen Bundesländern, aus dem westlichen NRW, Baden-Württemberg und Bayern ist stark gestiegen. Das macht aktuell etwa ein Fünftel aus.“ Das Forum Maschinenbau entwickelt sich demnach kontinuierlich zu einem nationalen Branchentreffpunkt.
 

Fachkräfte dringend gesucht

Weichen für die Zukunft müssen auch anderswo gestellt werden: bei den Fachkräften, die den Unternehmen mehr und mehr ausgehen. „Der Stellenmarkt für technische Berufe ist leergefegt. Vielen Unternehmen fehlt es an passenden Bewerbern“, so Imke Rademacher, Projektmanagerin OWL Maschinenbau e. V. Dabei gibt es durchaus ein großes Potenzial qualifizierter Arbeitskräfte. Allein in Ostwestfalen-Lippe (OWL) leben 440.000 Menschen mit Migrationshintergrund, ein Bevölkerungsanteil von etwa 22 Prozent. Viele von Ihnen haben eine technische Ausbildung oder ein technisches Studium absolviert. Dennoch ist die Personengruppe im Vergleich zu deutschen Mitbürgern doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen. Rademacher: „Diese zu finden und zu aktivieren ist eine große Chance für Unternehmen, die mit dem wachsenden Fachkräftemangel zu kämpfen haben.“

Vor diesem Hintergrund wird das Forum Maschinenbau in diesem Jahr zu einer ganz besonderen Schnittstelle. Am 6. November 2008 veranstaltet das Modellprojekt des Landes NRW „Kompetenzwerkstatt Vielfalt in OWL“ die „Personalbörse Maschinenbau“. Diese Plattform ist eine Kooperation der Initiative für Beschäftigung OWL e.V., OWL Maschinenbau e.V. und der Deutschen Angestellten-Akademie OWL gemeinsam mit den Universitäten Bielefeld und Paderborn, der Fachhochschule Bielefeld sowie der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Die Personalbörse bietet Unternehmen die Gelegenheit, 80 qualifizierte internationale Fachkräfte und Studierende aus den Fachbereichen des Maschinenbaus in Face-to-Face-Gesprächen kennen zu lernen.
 
Über die direkten Kontakte mit Bewerbern und Bewerberinnen hinaus erwartet Unternehmen auf der Personalbörse ein interessantes Tagungsprogramm, das Fach-, Unternehmens-, Praxis- und Trainingsimpulse setzen will. Die Unternehmen können sich u. a. über den Einsatz internationaler Fachkräfte als strategische Personalressource oder interkulturelle Verständigung im Betrieb informieren.

Dauerthema Energie

Ein weiteres wichtiges Thema auf dem Forum Maschinenbau ist Energie und ihr effizienter Einsatz. Zum zweiten Mal beherbergt die Zuliefermesse die Energie Arena, die Messe für Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe. Projektleiter Klaus Meyer, Geschäftsführer von Energie Impuls OWL e.V. weiß, dass in den meisten Betrieben Einsparpotenziale zwischen zehn und 30 Prozent vorhanden sind: „Dabei geht es längst nicht mehr um Heiz- oder Beleuchtungskosten. Energieeffizienz hat längst andere Bereichen wie zum Beispiel die Antriebstechnik erreicht.“

Das Thema bleibt Dauerbrenner, denn die Europäische Union fordert von der Industrie einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz. Ein international abgestimmtes Effizienzprogramm beschleunigt dabei neue Lösungen und eröffnet intelligenten Produkten und Dienstleistungen neue Marktchancen. Meyer: „Schon heute gibt es Beispiele, wie durch konsequente Steigerung der Energieeffizienz trotz doppelter Produktionskapazität die Energiekosten halbiert werden können.“ Der intelligente Einsatz von Energie ist also ein wesentlicher Bestandteil der betrieblichen Kostenoptimierung. Und mit energieeffizienten Produkten können Unternehmen vor der Konkurrenz punkten.
 
Auf europäischem Niveau befindet sich folgerichtig das Energieforum Ostwestfalen-Lippe 2008 am 5. November ab 14 Uhr, das den produktiven Dialog zwischen Anbietern und Anwendern ermöglicht. Die Gesprächspartner sind Mechtild Rothe (MdEP), Christa Thoben (NRW-Wirtschaftsministerin), Prof. Dr. Gerhard Berz (LMU München, ehemaliger Leiter der Geo-Risiko-Forschung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft), Stefan Kohler (Dena) und Patrick Lambert (EACI). Am nächsten Tag werden Technologien, Prozessinnovationen und betriebliche Umsetzungen im Rahmen von Workshops erläutert und diskutiert, bevor am 7. November beim Energie-Sprechtag neue Kooperationen konkretisiert werden können.

Verlängert auf drei Messetage

Fachbesucher haben es in diesem Jahr noch einfacher, Ihren Messebesuch zu planen. Denn das Forum Maschinenbau wurde auf drei Tage verlängert. Am Mittwoch und Donnerstag sind die Messehallen jeweils von neun bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag bis 16 Uhr. Fachbesucher genießen freien Eintritt und direkt am Messegelände stehen auf P2, P5 und P6 kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Die Besucher-Voranmeldung ist selbstverständlich online möglich.

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